Energieeffizienz beginnt bei der Beschaffung
Neue Anforderungen im Vergaberecht und warum der gesamte Lebenszyklus zählt
BESCHAFFUNG
Dipl. -Ing. Markus Goldsteiner, B.Sc.
9/12/20262 min read
Bei technischen Anlagen entscheidet nicht allein der Anschaffungspreis über die Wirtschaftlichkeit.
Gerade bei Heizungs-, Lüftungs-, Kälte-, Beleuchtungs- oder MSR-Anlagen entstehen wesentliche Kosten erst während des laufenden Betriebs.
Umso wichtiger ist es, Energieeffizienz bereits bei Planung und Beschaffung mitzudenken.
Energieeffizienz gewinnt auch rechtlich an Bedeutung
Das Bundesvergabegesetz (BVergG) ermöglicht schon bisher, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Lebenszykluskosten in Vergabeverfahren zu berücksichtigen.
Seit 1. März 2026 wurden die Anforderungen nochmals verschärft: Bei Lieferaufträgen im Oberschwellenbereich müssen öffentliche Auftraggeber grundsätzlich sicherstellen, dass die beschafften Waren den Energieeffizienzanforderungen des Anhangs XIV des BVergG entsprechen – sofern dies technisch durchführbar ist. Entsprechende Anforderungen gelten auch für neu beschaffte Waren im Rahmen bestimmter Dienstleistungsaufträge.
Parallel dazu verankert das Bundes-Energieeffizienzgesetz für den Bund das Prinzip „Energieeffizienz an erster Stelle“. Bei der Planung und Errichtung von Gebäuden und Gebäudeteilen sind kosteneffiziente Energieeffizienzmaßnahmen und effiziente Energiebereitstellungssysteme zu berücksichtigen.
Die Richtung ist damit klar: Nicht nur Investitionskosten, sondern Energieverbrauch und langfristige Wirtschaftlichkeit rücken stärker in den Mittelpunkt.
Von der Bestandsaufnahme bis zum optimierten Betrieb
Eine energieeffiziente Beschaffung beginnt aus unserer Sicht lange vor der Ausschreibung.
Zunächst muss bekannt sein, wie eine bestehende Anlage tatsächlich betrieben wird und wo Energie verbraucht wird. Auf dieser Grundlage können technische Varianten entwickelt, Einsparpotenziale bewertet und Anforderungen an eine neue Anlage definiert werden.
Effolution unterstützt Auftraggeber dabei über den gesamten Prozess:
Ist-Datenaufnahme und Analyse von Energieverbrauch, Betriebsweise und bestehenden Anlagen
Konzeption und Planung energieeffizienter technischer Lösungen
Erstellung bzw. Begleitung der Ausschreibung mit geeigneten technischen und energierelevanten Bewertungskriterien
Technische Begleitung und Bauüberwachung während der Umsetzung
Inbetriebnahme, Monitoring und nachfolgende Anlagenoptimierung im tatsächlichen Betrieb
Damit endet Energieeffizienz nicht mit der Abnahme einer neuen Anlage.
Effiziente Technik braucht einen effizienten Betrieb
Selbst eine technisch hocheffiziente Anlage kann unnötig viel Energie verbrauchen, wenn Betriebszeiten, Temperaturen, Volumenströme oder Regelparameter nicht zum tatsächlichen Bedarf passen.
Gerade die ersten Betriebsmonate bieten daher häufig erhebliches Optimierungspotenzial. Durch Messdaten und laufende Betriebsanalyse können Einstellungen nachgeschärft und Anlagen an die reale Gebäudenutzung angepasst werden.
Unser Ansatz: Beschaffung, Technik und Energiemanagement nicht getrennt betrachten, sondern als durchgängigen Prozess.
So wird aus einer neuen Anlage nicht nur eine Investition in moderne Technik, sondern eine Investition in dauerhaft niedrigere Energie- und Betriebskosten.
Unser Fazit
Die aktuellen gesetzlichen Entwicklungen stärken einen Grundsatz, den wir bei effolution seit Jahren verfolgen:
Energieeffizienz beginnt nicht erst im Betrieb – sie beginnt bei der Bestandsanalyse und muss sich durch Planung, Beschaffung, Umsetzung und laufende Optimierung ziehen.
Die effolution GmbH begleitet diesen gesamten Weg – von den ersten Messdaten bis zum energieoptimierten Anlagenbetrieb.
Kompetenzen
Effizienzsteigerung,
Planung im Denkmalschutz, Energieeffizienzmaßnahmen, Anlagenoptimierung,
Energieeffizienzaudits
Datenauswertung
Energiemanagement, Gebäudetechnik, Heizung, Klima, Lüftung, Sanitär, Fördermanagement, Haustechnikplanung
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